Echokardiographie

Ein fester Bestandteil der differenzierten Organdiagnostik ist die fetale Echokardiographie, also die eingehende Untersuchung des kindlichen Herzens.

Eine abschließende und umfassende Beurteilung des Herzens, seiner Funktion und der Blutflüsse, findet – analog zur differenzierten Ultraschalluntersuchung – möglichst in der 20 bis 22. SSW statt. Allerdings sind bei guten Untersuchungsbedingungen auch Aussagen über die Lage und Anatomie des Herzens oder die Funktion der Herzklappen zu einem früheren Zeitpunkt möglich. Im weiteren Schwangerschaftsverlauf wird die Diagnostik häufig durch die schlechte Schalldurchlässigkeit der kindlichen Rippen beeinträchtigt.

Im Zuge der Farbdoppler-Untersuchungen können zusätzliche Informationen über die Funktion der Herzkammern und Herzscheidewände sowie über die Richtung und Geschwindigkeit von Blutflüssen im Herzen und in den abführenden Gefäßen ermittelt werden.
Allerdings sind das Herz und das Kind permanent in Bewegung, so dass die Untersuchungs-Aussage eingeschränkt sein kann. So ist z.B. das Erkennen von sehr kleinen Defekten an der Herzscheidewand oft erschwert möglich.

Die meisten Herzfehler können operativ korrigiert werden. Oft treten die Probleme bei den Kindern unmittelbar nach der Entbindung auf, so dass das Leben und die Gesundheit eines Kindes entscheidend von einer exakten Diagnostik am Herzen und der frühzeitigen Erkennung eines möglichen Fehlers abhängen.